60 Minuten pure Konzentration, schnelle Reflexe und Koordination und sind ständig in Bewegung.

Das Eis knackt unter den Kufen, kalter Wind zischt durch die Eissporthalle.

Die Mannschaften begrüßen sich, ziehen sich zu ihrem Tor zurück, wo der Torhüter und der Kapitän noch ein paar motivierende Worte an die Mitspieler richten. Nun stehen sich die Spieler beim Bully gegenüber, je 3 Stürmer und 2 Verteidiger, der Schiedsrichter hat den Puck in der Hand und eröffnet das Spiel. Alle Augen richten sich in diesem Moment nur auf die Mitte des Spielfeldes, auf die Feldspieler jeder Mannschaft. Fast vergessen sind die Torhüter, die Spieler auf der wohl wichtigsten Position. Sie stehen 60 Minuten auf dem Eis, 60 Minuten pure Konzentration, schnelle Reflexe und Koordination, sind ständig in Bewegung. Der Goalie – wie er im Fachjargon genannt wird – ist zweifelsohne die anspruchsvollste, aber auch wichtigste Position, denn er entscheidet die Spiele. Auf seiner Position hat er fast das ganze Spielfeld im Blick, muss das Spiel lesen, seine Mitspieler ordnen und sortieren.

Hinten von links: Marco Kohlbrenner (1b-Mannschaft),

Daniel Mendelin (1.Mannschaft), Norman Niedersetz (1.Mannschaft)

Vorne von links: Josef Schübb (Mini B), Maurice Stoll (Moskito B), Mike Stapf (Bambini)

Durchschnittlich etwa 30 Schüsse muss ein Goalie pro Spiel abwehren, mit seinen Beinschonern, dem Schläger, dem Fanghandschuh und seinem Oberkörper. In wenigen Sekundenbruchteilen muss er nicht nur wissen, von welcher Position geschossen wurde, sondern auch die Flugbahn berechnen und dann rechtzeitig zur Stelle sein, um den Schuss abzuwehren. Der Goalie ist ständig in Bewegung, lässt sich blitzartig auf die Knie fallen (in den Butterfly gehen) und steht genauso schnell wieder auf, gleitet von Pfosten zu Pfosten (Slides) und verlässt in der modernen Spielweise auch das Tor, um den Puck hinter dem Tor zu stoppen oder aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen.

 

Die Goalies unterscheiden sich in ihren verschiedenen Spielstilen:
EHC-Torhüter Daniel Mendelin spielt den Butterfly-Stil, dies ist der am weit verbreitetste Spielstil. Hauptmerkmal ist das schnelle auf die Knie fallen und spreizen der Unterschenkel, zusätzlich wird mit dem Schläger, der zwischen die Beine gehalten wird und das Lücke zwischen den Schonern (das Five Hole) abdeckt, eine Mauer gebildet, um Schüsse abzublocken.

Norman Niedersetz hingegen spielt den Stand-Up-Stil, der sich dadurch kennzeichnet, dass der Goalie die meiste Zeit im Spiel steht. Er versucht in erster Linie den Puck mit dem Schläger (stick save) oder den Schlittschuhen (skate save) abzuwehren. Die Mischung aus beiden Spielstilen wird Hybrid-Stil genannt. Abgesehen vom Spielstil haben alle Goalies das gleiche Ziel: Sie wollen Tore verhindern und ein komplettes Spiel ohne Gegentor bleiben (einen Shutout erzielen).

 

Der Goalie entscheidet das Spiel und wird oft zum besten Spieler einer Mannschaft gewählt und ist daher auch der Rückhalt jeder Mannschaft. Der Goalie gerät leider zu oft in Vergessenheit, weshalb Spieler auf dieser Position sehr gefragt sind. Deshalb sind wir, der EHC Herrischried, ständig auf der Suche nach neuen Nachwuchsspielern, die sich für den schnellsten Mannschaftssport begeistern und selbst Teil dieser tollen Sportart werden möchten. Neben normalem Training werden unsere Torhüter bereits in der Nachwuchsabteilung speziell ausgebildet, wobei der Spaß stets im Vordergrund steht.

 

 

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